Simple Invest - Tagesausblick 5. Maerz
Autor: Roland Fressl | 05.03.2010 | 08:44 | 3175 mal gelesen
Heute stehen die US-Arbeitsmarktdaten auf dem Programm und je nachdem wie die Daten ausfallen werden die Märkte eine Richtung suchen. Nachdem der Challenger Report eher mager ausgefallen war, rechne ich heute mit keinen großen Überraschungen, im Prinzip sollten die Ergebnisse bereits in den Kursen eingepreist sein.
D.h. der Report sollte moderat positiv ausfallen und dies haben die Märkte bereits vorweggenommen. Ich persönlich erwarte mir jedoch eher schlechte Nachrichten und damit verbundene Kursrückgänge die aber nur von kurzer Dauer sein werden, der Zinshoffnungsgedanke dürfte die Märkte weiter stützen.
Ein sehr positiver Arbeitsmarktbericht könnte kurzfristig für weiteren Aufwärtsschub sorgen, dann aber besteht die Gefahr, dass die Angst der Investoren vor höheren Zinsen die Märkte wieder unter Druck bringt.
Zusammenfassend kann gesagt werden, wie auch immer der Bericht ausfällt entscheidend wird sein wie man die Zinsentwicklung sieht. Aktuell hofft man noch immer auf niedrige Zinsen und das beflügelt momentan die Börsen.
Aus technischer Sicht besteht nun Rückschlagspotential beim DAX bis auf sein offenes Gap bei ca. 5.600 Punkten. Dort sollte der DAX wieder drehen und das positive Momentum der Longsignale ausspielen und nochmals nach oben ziehen. Der Abverkauf ist bis auf Weiteres verschoben.
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Konjunktur (Quelle: BoerseGo)
Die US-Einzelhändler lieferten gestern die Überraschung des Tages. Schneestürme hin oder her, die amerikanischen Ladenketten& Kaufhäuser fuhren im Februar den stärksten Umsatzanstieg seit November 2007 ein, also einen Monat bevor die jüngste Rezession begann.
Insgesamt steigerten die Shop-Betreiber, einschließlich Luxusanbieter wie Nordstrom, Mittelklasse-Kaufhausbetreiber wie Macy's und Discounter wie Target, die Umsätze (in Läden, die länger als 1 Jahr geöffnet sind, also ohne Neueröffnungen&Zukäufe) um 3,7% gegenüber Vorjahr, ,berichtete die Verbandsorganisation International Council of Shopping Centers (ICSC). Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt ein von Thomson Reuters ermittelter Einzelhandels-Umsatzindex, der im Februar um 4% klettert. Das sei der größte Anstieg seit Februar 2005, berichtete Reuters.
Dreiviertel der dort erfassten Einzelhändler schlugen die Erwartungen. "Ich bin überrascht über die Breite der starken Entwicklung", kommentierte Mike Niemira, Chief Economist bei ICSC und bezog sich dabei auf die Stärke der Luxushändler, die mit den Discountern Schritt halten konnten. Damit wurde die Befürchtung widerlegt, dass der Konsum, das Herz der Wirtschaft, wegen der Arbeitslosigkeit nicht in die Gänge kommt.
Ermutigend wirkten auch die wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen, die um rund 30.000 auf 469.000 zurückging, trotz neuer Blizzards an der US-Ostküste. Die heutigen Daten bestätigen den seit vergangenem Sommer anhaltenden Abwärtstrend bei den Arbeitslosenmeldungen, kommentierte der Infodienst Bespoke. Beim morgigen Arbeitsmarktreport vom Februar steht die Erholungsthese allerdings wieder auf dem Prüfstand. Erwartet werden laut Bloomberg 65.000 gestrichene Jobs - wegen des verlängerten Winters - und ein Anstieg der Arbeitslosenrate von 9,7 auf 9,8.
Motor der Gewinnsteigerungen
Eine positive Überraschung gab es auch bei der Revision der Produktivität in Q4. Diese Zahl wurde von plus 6,2% auf plus 6,9% korrigiert. Das ist der größte Anstieg seit 2002 und bedeutet, dass die Effizienz - und damit die Profitabilität- der Unternehmen kräftig wächst. Also eine Voraussetzung für kräftig steigende Unternehmensgewinne und inflationsfreies Wirtschaftswachstum. Der Anstieg der Produktivität spiegelte sich daher in einem starken Rückgang der Lohnstückkosten wider. Diese Größe wurde von minus 4,4% auf minus 5,9% revidiert.
Die im Laufe des Börsenhandel gemeldete Auftragseingänge der Industrie fielen im Rahmen der Erwartungen aus (plus 1,7%).Der Ausrutscher des Tages war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen ("schwebenden") Eigenheimverkäufe. Dieser Wert fiel - wegen des anhaltenden Winters - im Januar um 7,6%. Da der Winter aber über kurz oder lang zu Ende geht, störte der Ausrutscher wenig.
Rückkblick
Der DAX fiel um -0,39% auf 5.795,32 Punkte, der MDAX stieg um 0,40% auf 7.739,55 Punkte und der TechDAX fiel um -0,18% auf 815,24 Punkte.
Der DOW erhöhte sich um 0,46% auf 10.444,14 der S&P erhöhte sich um 0,37% auf 1.122,97 und der OEX erhöhte sich um 0,46% auf 514,10.
Der NDX stieg um 0,44% auf 1.859,72 der COMP stieg um 0,51% auf 2.292,31 und der SOX stieg um 0,05% auf 346,55.
Der TRAN stieg um 0,29% auf 4.160,18 und der BKX stieg um 0,15% auf 47,43.
Das Volumen an der NYSE lag bei 4.448 Mio. gehandelter Aktien und jenes an der NASDAQ bei 2.152 Mio. Aktien.
258 Aktien erreichten ein neues 52-Wochenhoch: 6,6% des Gesamtmarktes, 22 Aktien ein neues 52-Wochentief: 0,6% des Gesamtmarktes.
Der VIX fiel auf 18,72 (-0,58%) und der VDAX erhöhte sich auf 18,58 (1,47%).
Das SPX-VIX Ratio liegt bei 59,99 und das DAX-VDAX Ratio bei 311,91.
Das PC Ratio schloss bei 1,00 (Vortag: 0,88).
Der SMART Index ist auf 9.366,4 Punkte (-0,46%) gefallen.
Gold erhöhte sich auf 1135,60 Dollar (0,07%), Silber notiert bei 17,25 US-Dollar (0,94%).
Der HUI Index fällt auf 421,42 Punkte (-1,62%).
Öl Light steigt auf 79,08 Dollar (0,42%), der OSX reduzierte sich um -0,57% auf 207,93 und der Rohstoffindex reduzierte sich auf 274,80 (-1,05%).
Palladium notiert bei 461,75 (0,00%) und Natural Gas bei 4,56 (-4,08%).
Die Staatsanleihen notieren schwächer.
Der Bund Future kostet 124,30 und bringt eine Rendite von 2,79 %.
Die 10j. US Treasuries notieren bei 117,53 und bringen eine Rendite von 3,61 %. Der Spread zwischen amerikanischen und deutschen Bonds beträgt 82 Basispunkte (Vortag: 82 Punkte).
Für eine Veranlagung in 30j. US Bonds erhält man eine Rendite von 4,56 % (Vortag: 4,57 %).
Der Euro steigt gegenüber dem US Dollar auf 1,3656 (0,00%) und fällt gegenüber dem Yen auf 120,44 (0,28%).
Der US Dollar steigt auf 98,64 Yen (0,01%) und der Dollar Index erhöhte sich um 0,50% auf 80,56 Dollar.
Der Housing Index HGX fiel um -0,54% auf 106,00 der Broker Index stieg um 0,71% auf 115,30 Punkte und der Consumer Index stieg um 0,53% auf 680,90 Indexpunkte.
Advances / Declines (in % vom Gesamtmarkt)
NYSE 55% / 41%
NASDAQ 56% / 39%
Up / Down Volume
NYSE 62% / 38%
NASDAQ 60% / 38%
Aktuell
Der Citi-DAX wird vorbörslich auf 5.820,0 Punkte gestellt.
Der Nasdaq Future wird mit 0,1% fester erwartet (1.862,0) und der S&P 500 Future mit 1.124,0 Indexpunkten.
Der Nikkei 225 Index notiert heute früh bei 10.368,96 Punkten (2,2%).
Der Bund Future wird derzeit auf 124,3 Punkte gestellt (0,2%).
Heutige Wirtschaftstermine
08:00 - DE Arbeitsmarkt für Frauen in der Wirtschaftskrise
10:30 - DE Bundespressekonferenz
10:30 - GB Erzeugerpreise Februar
12:00 - ! DE Auftragseingang Industrie Januar
12:00 - FR OECD Frühindikator Januar
14:30 US Arbeitslosenquote Februar
14:30 US Beschäftigte ex Agrar Februar
14:30 - ! US Wochenstunden Februar
14:30 - ! US Stundenlöhne Februar
21:00 - ! US Verbraucherkredite Januar
Viel Erfolg wünscht Euch
Roland Fressl, CPM
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Autor: Roland Fressl
Roland Fressl (Benutzername: sec00) ist staatlich geprüfter Fondsmanager und hat mehrere Jahre erfolgreich die Vermögensverwaltung von Privatbanken geleitet. Mit den Simple Invest Trendfolgesystemen erhalten Sie zuverlässige Tradingsignale für Aktien-, Anleihen-, Rohstoff- & Währungsmärkte. Weitere Informationen finden Sie unter: www.simpleinvest.at Every Time The Perfect Solution
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